Mit dem vergangenen Jahr sehr zufrieden: Verantwortliche des Wirtschaftsverbandes Emsland zogen Bilanz.

Meppen. Der Wirtschaftsverband Emsland ist mit der Entwicklung seiner Aktivitäten und mit seinen Erfolgen mehr als zufrieden. Das wurde auf der gestrigen Jahrespressekonferenz in den Räumen der Firma Kuipers in Meppen-Hünter deutlich.

„Die emsländischen Unternehmen haben maßgeblichen Anteil daran, dass das Emsland im Vergleich zu anderen Regionen aufgeholt und in Niedersachsen sogar eine Spitzenstellung eingenommen hat“, stellt Ludwig Jansen, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Emsland, gleich zu Beginn fest. Als Sprachrohr der emsländischen Wirtschaft  werde der Verband seinen Anteil dazu beitragen, diesen Prozess weiter zu unterstützen. Hierbei müsse vor allem dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Hierzu werde in diesem Jahr mit allen wichtigen regionalen Verbänden und Bildungseinrichtungen noch enger zusammengearbeitet.

Der Wirtschaftsverband Emsland kann in diesem Jahr gleich mit drei Top-Veranstaltungen aufwarten. Bereits im März findet die Sport-Wirtschaftsgala „Emotion 2011“ bei dem gastgebenden Unternehmen, dem Bauunternehmen Knoll aus Haren, statt. Bei dieser Veranstaltung des Wirtschaftsverbandes und der emsländischen Sporthilfe wird auch in diesem Jahr der emsländische Sport-Oscar an verdiente Sportler aus dem Emsland verliehen. „Von dem Schulterschluss zwischen Sport und Wirtschaft partizipieren alle“, ist auch Vorstandsmitglied Dieter Barlage überzeugt. Denn mit einer leistungsfähigen Sportförderung erhöhe sich auch die Attraktivität des Emslandes.  Im Mai findet mit dem Energieforum 2011 ein weiteres Highlight statt. „Das Thema Energie ist angesichts der ständig steigenden Bezugskosten ein Zukunftsthema und steht beim Wirtschaftsverband Emsland ganz oben auf der Agenda“, ergänzt Vorstandsmitglied Wilhelm Kuipers. Bei dem diesjährigen Energieforum werde insbesondere auf die technologischen Herausforderungen für die Energieversorgung der Zukunft eingegangen. Hierbei würden sowohl regenerative als auch konventionelle Energieträger unter der Prämisse der Versorgungssicherheit und der Ressourcenknappheit eingehender untersucht. Kuipers kündigte Spitzenvertreter aus der Energiewirtschaft an. Das wohl spektakulärste Ereignis in diesem Jahr wird die Verleihung des emsländischen Unternehmenspreises werden. Zum dritten Mal kürt der Wirtschaftsverband im Oktober verdiente Unternehmen mit Vorbildcharakter aus dem Emsland. Eine hochkarätige Jury unter der Leitung des Schirmherrn Rudolf Seiters bestimmt die Sieger in den Kategorien Innovation/Kreativität, Unternehmensentwicklung und familienfreundliches Projekt. Vergeben werde aber auch ein Sonderpreis für das Lebenswerk. Der Ort und der geneua Termin stehen noch nicht fest.

Rückblickend ist Verbandschef Jansen sehr zufrieden mit dem Erreichten. Hierbei zitierte er den jetzigen Ministerpräsidenten David McAlliser, der auf der Mitgliederversammlung des Verbandes im letzten Jahr den emsländischen Unternehmern eine hohe Identifikation mit ihrer Region bescheinigte. Diese hätten das Emsland vorangebracht. Bestätigt worden sei die Einschätzung des Ministerpräsidenten nun durch die Ergebnisse des Zukunftsatlasses des Schweizer Meinungsforschungsinstitutes Prognos, welche dem Emsland sehr gute Zukunftschancen und eine hohe Dynamik bescheinigt. Aber auch die eigene Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen habe ein positives Stimmungsklima gezeigt. „Bemerkenswert war vor allem, dass 62 Prozent unserer Unternehmen derzeit voll ausgelastet sind und sogar 15 Prozent eine Überlastung angeben“, so Jansen. Die Höhepunkte im letzten Jahr waren neben der Mitgliederversammlung das China Forum im Klimacenter in Werlte und die erfolgreiche Messebeteiligung auf dem Stand der Ems-Achse auf der größten Immobilienmesse Expo Real in München. Hier habe der Wirtschaftsverband unter anderem dem Niedersächsischen Staatsekretär Dr. Oliver Liersch Projekt und Unternehmen aus dem Emsland vorstellen können. Hervorzuheben sei hierbei auch die enge Kooperation mit der Wachstumsregion Ems-Achse. Das gemeinsame Ziel die Region voranzubringen, verbinde die beiden Vereine. Eine Vorreiterrolle habe das Emsland mit der Gründung der Energieeffizienzagentur bei dem Umgang mit der Ressource Energie eingenommen. Gründungsmitglieder der als Verein firmierten Agentur sind der Landkreis Emsland, die Sparkassen und Volksbanken im Emsland sowie RWE, EWE und die Hochschule Osnabrück. Die Energieeffizienzagentur übernehme eine Erstberatung von kleinen und mittelständischen Unternehmen mit dem Ziel, auf generelle Einsparpotenziale aufmerksam zu machen. Diese Agentur sei aber nicht als Konkurrenz zu Unternehmen zu sehen. Sie vermittle zielgerichtet zu geeigneten Beratungsunternehmen.

Vorstandsmitglied Martin Suresch gab anschließend einen Einblick in das Wirken der Arbeitskreise des Verbandes. „Das wohl sichtbarste Zeichen unserer aktiven Verbandsarbeit ist das hohe Engagement unserer Mitglieder in den Arbeitskreisen“, ist Suresch überzeugt. So hätten die Arbeitskreise Bildung, Image/Kommunikation und Energie viele Akzente gesetzt, um das Emsland auch überregional präsenter zu machen. Die Ausweitung der Seminar- und Vortragsreihen der Emsland-Akademie habe sich ebenfalls ausgezahlt und verschaffe den Mitgliedern des Verbandes einen Mehrwert. Vor allem die gut besuchten Unternehmerstammtische und die im letzen Jahr ins Leben gerufene Veranstaltung Networking am Grill böten den Mitgliedern eine gute Plattform des Austausches. Zum Schluss berichtete Hubert Rolfes, Leiter der Stabstelle beim Landkreis Emsland über Einzelheiten und Erkenntnisse der Prognos-Studie.

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